Werden Dating-Apps in Schweden verboten?

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Schweden – Ein Land auf dem Weg zum Exodus

„Ein Schreckgespenst geht um“. So brachte es Heribert Smörendock, seines Zeichens Sozialwissenschaftler aus Schweden, auf den Punkt. Eine Ansicht, mit der er nicht alleine steht. Umfragen haben ergeben, dass 47 Prozent der Schweden fest davon überzeugt sind, dass ihr Volk in den nächsten 50 Jahren aussterben wird. Der Grund? Ein Gesetzesentwurf, der Dating-Apps wie Victoria Milan, C-Date & Co. aus dem Land der Elche verbannen soll! Zu viel Sex.

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Die verkannte Revolution der Paarungsgewohnheiten

Wie alle epochalen Umwälzungen begann auch die Abneigung gegen Tinder und Co im kleinen Stil. Zuerst waren da nur ein paar Menschen, die entdeckten, wie einfach die Partnersuche plötzlich war. Daraus resultierte eine wachende Zahl harmonischer Beziehungen. „Ich hätte meinen Schwödli nie ohne die App gefunden“, so Anna B. aus K. Wie zu erwarten, sahen sie sich bald dem Neid der Umgebung ausgesetzt. Am Ende nutzten alle Tinder und damit fingen die Probleme an. Eigentlich sollte die App nur helfen, passende Freizeit- und Sexpartner in der Umgebung zu erkennen und hin- und wieder einen One Night Stand per App zu haben. Aber zur Umgebung gehört auch der Arbeitsplatz. Der Fall von Sylvia C., die während eines Meetings schwanger wurde (wir berichteten), stellte nur den Anfang dar. Betriebsfeiern wurden schnell zum Austragungsort wilder Flirtereien und … Liebespraktiken. Es waren die Vertreter der Knäckebrotindustrie, die zuerst Alarm schlugen: „Die Leute sind nur noch am Tindern und machen Babys. Dafür werden sie nicht bezahlt!“, so Alexander G., seines Zeichens CEO bei „Smörebrööt für de Leut“. Spätestens, als die wirtschaftliche Entwicklung um 180 Prozent zurückging, hatte die Stunde der Populisten geschlagen. Die AFD (Alternative-für-Dating) legte einen Gesetzesentwurf vor, der Dating-Apps in Schweden verbieten soll. Ihnen gegenüber steht die linkspopulistische MSGM (Mein-Smartphone-gehört-mir), die ein Totalverbot rundum ablehnt. Ihrer Meinung nach sind die Schweden gar nicht mehr in der Lage, auf normalem Wege ein Sexdejt zu finden. Wie auch? All die Orte, die zuvor als Partnerbörse dienten (Elchfarmen, Landjugend, Schlagerpartys), sind mangels Publikum im Sumpf der Vergessenheit verschwunden.

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Partner finden, ohne Dating-Apps zu benutzen? Unmöglich!

Der massive Zulauf, den die AFD in den letzten Monaten verbuchen konnte, lässt nichts Gutes erahnen. Auch die Erkenntnis, dass es sich dabei hauptsächlich um „alte heterosexuelle weiße Männer“ handelt, kann den Siegesmarsch der Dating-Verächter nicht mehr stoppen. Schweden wird sich von den neuzeitlichen Methoden des Datings trennen. Wird das Land danach, wie befürchtet, aussterben? Aber sicher! Unser Tipp: Besuchen Sie Schweden, solange es noch lebt!

Categories: Online Dating, Sweden

Neuste Neuigkeiten aus der Welt des Online-Dating

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Für viele flirtwillige Singles ist es interessant, was sich auf dem aktuellen Dating-Markt tut. Das Internet-Portal „Singleboersen-Vergleich.de“ stellt ein kostenloses Informationsangebot für Singles und Dating-Interessierte dar und erhob Mitte des Jahres 2016 auf der Basis verschiedenster Best-Practice-Ansätze Marktdaten, deren Ergebnisse das Portal im Rahmen eines Berichtes mit dem Titel „Online-Dating-Markt 2015-2016“ veröffentlichte. Unter anderem sind demnach folgende Trends im Bereich Online-Dating erkennbar:

Online-Dating-Markt auf Wachstumskurs

Während die Umsätze in den Jahren 2012 und 2013 rückläufig waren, erwirtschaftete die Branche in den vergangenen Jahren wieder ein Plus. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es über 2.500 Portale, die um die Gunst der Flirtwilligen buhlen. Verantwortlich sei hierfür neben der Tatsache, dass Singlebörsen-Anbieter jüngst im technischen und verkaufspsychologischen Bereich Optimierungen vorgenommen haben, eine zunehmende Zahlungsbereitschaft seitens von Nutzern bei Käufen über das Smartphone. Auch eine stetig steigende Zahl von Flirt-App-Nutzern ermöglicht es den Anbietern durch App-Käufe und kostenpflichtige Zusatzfunktionen ihre Umsätze zu erhöhen. Ganz stark im kommen sind auch Sexdating Portale in der Schweiz.

Zunehmende Zahl an aktiven Nutzern

Gemäß des Berichtes stieg die Nutzerzahl in den letzten beiden Jahren erneut. Mehr als 8,4 Millionen User im Monat nutzen mittlerweile das Angebot von Online-Dating-Portalen. Der Grund hierfür liegt vor allem daran, dass sich immer mehr junge und alte Menschen anmelden und sich daher die Altersspanne stark erweitert. Angebote zielen zunehmend auf unter 20-Jährige und über 60-Jährige ab, sodass sich der Personenkreis, der kaum über Erfahrung mit Online-Dating verfügt, auf die über 75-Jährigen beschränkt.

Wachsender Graumarkt

Der Report berichtet erstmals über das Problem mit Dating-Portalen, deren Betreiber juristische Rahmenbedingungen geschickt für sich zu nutzen wissen und grenzwertig handeln, um so beachtliche Umsätze zu generieren. Seriöse Anbieter werden hierbei vermehrt von sogenannten Romance-Scammern kriminell unterwandert. Zum Einsatz kommen neben Prostitution, Webcam-Girls auch betreibergesteuerte Fake-Profile. Allerdings enthält der Bericht auch die Feststellung, dass etwa 3,5 Millionen Nutzer ausdrücklich nach Sexkontakten suchen, sodass sich insgesamt knapp 12 Millionen Menschen monatlich auf die Suche nach Liebe, Sex und Flirts begeben.

Categories: Online Dating, Sexdating